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Balsam für die Seele

Idyllische Ferienorte… der Traum eines Jeden.

Lachende Gesichter vor spektakulärsten Kulissen verstärken unsere Sehnsucht danach. Bei Fernsehwerbung. Auf Facebook. Per Whatsup.

Überall wird uns aufgezeigt, was wir begehren sollen. Ob wir es uns leisten können oder nicht.

Zugegeben: Schöne Orte wirken wie Balsam für die Seele.

Doch welche Wirkung haben wir selbst auf diese Orte?

Freude und Dankbarkeit, die an Traumhaften Ferienorten schneller mal entstehen mögen als im Alltagstrott, beeinflussen tatsächlich die Welt positiv.

Aber verlassen wir nun die paradiesische Idylle und wenden wir uns dem zu, was uns täglich begegnet. Vergessen wir mal dabei, dass wir uns ein besseres Leben an einem besseren Ort wünschen. Ohne diesen Vergleich mit einer idealen Welt, sieht alles schon liebevoller aus, oder? Wenn wir unsere Stadt aus der Ferienperspektive anschauen, so wie fremde Touristen, dann entdecken wir vielleicht inmitten der Langeweile neue interessante Blickwinkel.

Natürlich strebt die Menschheit nach Besserem und Neuem– doch wir selber sollen dieses „Bessere und Neue“ bewirken. Dazu müssen wir uns nur daran erinnern, dass wir Kinder der allumfassenden Liebe sind.

Wo Dreck herumliegt, können wir putzen und aufräumen, bis alles wieder glänzt.

Wenn unser überfordertes Gegenüber angriffslustig ist, dann braucht es zwar manchmal eine klare Abgrenzung, doch öfters eine Schulter zum ausweinen.

Wo Dunkelheit herrscht, können wir unser Licht hineinbringen. Wo Einsamkeit dominiert, können wir Freundschaft und Gesellschaft anerbieten. Diese Macht haben wir. Wir können die Welt verändern – und zwar am besten im eigenen Heim und vor der eigenen Haustür. Genau dort, wo es unsere Liebe, Verständnis, Zuversicht und Glauben-an-das-Gute braucht.

Dann sind wir wie Balsam für unsere Umgebung.

Das Wunderbare am Ganzen: Wenn wir dort, wo wir uns gerade befinden, unsere ganze Aufmerksamkeit und Liebe hineinlenken, dann transformiert sich der noch so heruntergekommenste Ort, der feindlichste Nachbar und der miserabelste Arbeitsplatz zu etwas Schönem. Wir gewinnen somit wahrhaftige Freunde, bei denen wir keine Show abziehen müssen. Weil wir so geliebt werden, wie wir wirklich sind. Und das, glaub mir, das ist echt Balsam für die Seele.

 

Karin Alasaina Rüegg-Hausmann supports

Bettina Steffen

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