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Die Augen öffnen für die Wunder

Schon immer wollte ich Ozeanographin werden, da mich vor allem die Meeresumwelt anzog. Der Ozean, das Meer, unbekannte und verkannte Tiere haben mich seit jeher fasziniert. Dann habe ich 2 Monate in einem Naturschutzgebiet in Israel gearbeitet. Mir wurde bewusst, dass ich gerne alleine reiste, und dass ich genau auf diese Weise leben und arbeiten wollte. Auch mit den wildlebenden Tierarten weit vom Ozean entfernt. Israel war für mich eine echte Offenbarung. Fast jede Nacht habe ich davon geträumt, wie ich geboren wurde. Ich stand kurz vor dem 20. Lebensjahr und nahm an meiner Wiedergeburt teil. Zurück in Frankreich, startete ich ein zweijähriges Studium an einer Fachschule für Ökologie und begann auch eingehender, über Tiere zu lernen. Nach zwei Jahren wusste ich was ich machen wollte: noch einmal erneut losreisen.

Diese Reise führte mich zu den Schimpansen, und ich begann ein Ethologie-Masterstudium. Ich wollte mehr über ihre Verhaltensweisen- und ihre Lebensweise lernen. Eine Offenbarung: Die Denkstruktur dieser Tiere reicht sehr weit, vom besten bis zum schlimmsten Fall – ich dachte bis dahin, dass dies dem Menschen vorbehalten war.
Sie bewiesen manchmal eine sehr hohe emotionelle Intelligenz, konnten aber auch sehr gewalttätig werden. Es war in den Gruppen junger Schimpansen sehr interessant zu beobachten, dass man schnell eingenommen oder beiseite gelassen wurde, wenn man sich nicht richtig positionierte. Das hat viele Dinge für mich verändert.

Ich verstand den Einfluss, die Positionierung auf unsere Umwelt hat. Wie der Andere auf dich reagiert, liegt in deinem eigenen Inneren! So bringen uns tausend Gesten nicht etwa mehr Respekt ein. Aber unsere Präsenz wird respektiert. Ich habe Zeit gebraucht, dies zu erkennen, und mir bewusst zu machen, in der Gegenwart zu verweilen. Dafür musste ich mich auf die Details konzentrieren, und sehen, was wirklich gerade vor sich geht. Ich beobachtete ihre Konzentration, ihre Gesichter, ihre Falten, ich schaute sie wirklich an. Einfach nur schauen. Und zwar richtig. Ich durfte mich nicht irren, oder es wäre zu Auseinandersetzungen gekommen. Als ich ruhig war, umarmten sie mich zärtlich, und als ich innerlich unruhig war, waren sie super invasiv.

Danach habe ich 6 Monate lang mit Wölfen in Russland gearbeitet, wo ich in einer kleinen Isa (Holzhütte) lebte, und wo manchmal -40°C draußen herrschten! Dort hat mich die Beziehung mit einer Wölfin sehr geprägt. Ich folgte ihr jeden Tag um ihr Verhalten aufzuschreiben. Eines Tages, während ich ihr folgte, bin ich bis zur Taille im Schnee versunken. Ich hatte trotz des Vertrauensverhältnisses das wir aufgebaut hatten, Angst, diese Situation würde sie zu ihren Urtrieben des Raubtiers zurückführen. In dieser Lage war ich eine leichte Beute. Ich spürte mein Herz schlagen während ich ihre Reaktion abwartete. Aber entgegen meiner Ängste begann sie zu winseln, und das überraschte und berührte mich zutiefst. Sie versuchte mir einen Ast zuzuschieben, damit ich ihn umklammern und mich herausziehen konnte. Sie zeigte sich extrem befangen und einfühlsam, so wie es ein Hund gewesen wäre. Sie kam in meine Richtung, dann lief sie ein Stück zurück als ob sie sagen wollte: komm, folge mir, komm da raus. Das war gleichzeitig lustig und berührend. Einige Zeit später, nach dem Ende meines Russlandaufenthalts, zog sie mit einem Rudel wilder Wölfe weiter und wurde später mit Welpen gesichtet.

Die Wildnis erlaubt uns eine totale Wiederverbindung mit unserem Selbst, und wenn wir die Natur weiterhin mit allen Mitteln zerstören, kappen wir die letzte Verbindung die uns letztendlich mit der Erde verknüpft. Was mir auch wirklich bewusst wurde ist, wie wichtig es ist, diese Dinge zu teilen, um noch stärker diese Intensität auskosten zu können. Und gleichzeitig ist es wichtig mit uns allein zu sein, die Suche nach unserer Einsamkeit bis zum Ende zu verfolgen, damit uns klar wird, dass ‚allein sein’ nicht eine Frage der Anzahl, sondern ein Seins Zustand ist. Die Art zu sein, die Art sich zu lieben. Ich habe in Russland begonnen zu verstehen wer ich bin und mich zu lieben. Es war, als ob ich mich zum erstem Mal kennengelernt hätte, indem ich das Spiegelbild der Wölfin sah, die mir so sehr vertraute…

Die Amsterdam-Insel
Ich bin für 14 Monate auf die Amsterdam-Insel gereist, um dort den Seehunden, Albatrossen und Pinguinen zu folgen. Ich war da die einzige Biologin und lebte mit 19 weiteren Personen, darunter 18 Männern. Immer wieder teilte ich meine Leidenschaft mit ihnen. Meine Arbeit öffnete sie komplett für etwas völlig Neues, das sie vorher noch nie erlebt hatten. Wie einen Albatros in den Armen zu halten und sich zu sagen, dass man ihn töten kann, aber dass er absolut perfekt ist. Während ich den Vögeln die Ringe überstreifte, beschützten meine Kollegen, oft Soldaten, die Eier oder die sehr jungen Küken. Ich habe in diesen Gesten einen beträchtlichen Teil Weiblichkeit bei ihnen entdecken dürfen. Das hat das Leben von so Einigen erschüttert!

Die menschliche Erfahrung auf dieser Amsterdam-Insel war grandios! Im Grunde ein kontinuierliches Streben und eine wunderbare Einladung sich zu positionieren. Das haben mich die Wölfe und die Schimpansen bestens gelehrt. Nur wurde die Rückkehr wesentlich schwieriger. Es war, als ob man sich von der Wildnis abreißen muss um in die zivilisierte Welt zurückzufinden. Ich hatte schon realisiert und verstanden dass dies, im Sinne der Authentizität nicht das wirkliche Leben war. Eher, die Welt des Wettlaufs. Der Masken! Wir sind nie so eng mit uns selbst verbunden wie in der Natur.

Für mich war die Rückkehr in die Zivilisation wie erneut akzeptieren zu müssen, sich zu verlieren. Bevor ich losreiste, machte ich viel Yoga und meditierte, aber auf der Insel befindest du dich in permanenter Meditation, alle Antworten kommen sofort zu dir, ohne Übungen zu machen, alles läuft vollkommen natürlich. Und am Ende habe ich ein schönes Geschenk erhalten. Im Allgemeinen sind Seehunde sehr aggressiv. Nur im Wasser kannst du dich entspannt mit ihnen aufhalten. Auf dem Land versuchen sie dich immer zu beißen. Ich hielt gerade einen jungen Seehund in den Armen, denn ich musste ihn messen, als sich mir ein Weibchen näherte. Mit einem Stock und dem Seehund in den Armen, machte ich ihr klar, sie müsse jetzt weg von da.
Ich wehrte sie ab, doch sie stellte sich auf ihre Hinterflossen, mit geschlossenen Augen! Da fing ich an, ihr mit dem Stock den Bauch zu streicheln. Ich habe sogar den Mut aufgebracht, ihn mit meiner Hand zu berühren! Sie hat sich mir ohne jegliche Aggressivität mit ihrer Schnauze genähert, mit tausenden anderen um uns herum. Während mehr als einem ganzen Jahr hat kein Seehund auf dem Land mir eine Geste der Sympathie gezeigt. Die Person die mich begleitete, hat die Szene gefilmt, ich glaubte fast selbst nicht daran! Es war so, als ob man mir ein riesiges Geschenk machte, indem man mir mitteilte, dass das, was du getan hast, gut war und geschätzt wurde. Eine Geste, eine überdurchschnittliche Intelligenz… manchmal sieht man die Dinge zu klein!

Eines meiner Hauptziele ist, mich weiter begeistern zu lassen, die Schönheit zu sehen die vor einem ist und sie zu teilen. Ich möchte dies an so viele Menschen wie möglich weitergeben, so dass jeder von sich aus Lust hat, diese Schätze zu erhalten. Dass dies vollkommen natürlich wird. Weder eine Anstrengung noch ein Zwang, sondern dass man es spontan und mit Liebe tut.

Mein nächstes Projekt ist die Erkundung der Arktis mit einem ultraleichten und umweltfreundlichen Wasserflugzeug. Wir wollen diese Herausforderung mit dem Team des ‚Polar Kid’ Projekts aufnehmen, um weiter die Schönheit unserer Natur vor Augen zu führen, und die dringende Notwendigkeit, sie zu schützen. Ich werde für den wissenschaftlichen Aspekt verantwortlich sein, die Begegnung mit den Arten. Ihr könnt uns auf den sozialen Netzwerken folgen und jede Form von Hilfe, materieller oder moralischer Art, ist herzlich willkommen.

Helene Le Berre supports

LOUP & PASTORALISME : COMMENT PRESERVER L’UN ET L'AUTRE. Le 15.10 à Montricher

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