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Joe Noonan / Tiefer tauchen

JOE NOONAN, AUCH JOEBABY GENANNT, IST EINE EINLADUNG AN ALLE, UNSER GROSSES JA ZUM LEBEN ZU FEIERN ! ER IST EIN SCHAMANISCHER NATURFÜHRER, AUTOR UND DELFIN-FLÜSTERER, DER MENSCHEN HILFT, DIE UNGLAUBLICHE SCHÖNHEIT UND MAGIE IM ALLTÄGLICHEN LEBEN WIEDERZUFINDEN. ER HAT 20 JAHRE IN DEN MEEREN DIESER WELT VERBRACHT, UND ORGANISIERT INDIVIDUELLE REISEN AUF DIE BAHAMAS UND NACH HAWAII…
„Natur, das Meer, die Berge – sie alle sind dynamische Einstiegspunkte. Durch Surfen, Snowboarden und Tauchen verlieben wir uns, öffnen wir uns. Wenn wir mit dieser Leidenschaft verbunden bleiben, wächst sie. Das ist die Kraft, nach der wir alle suchen. Eins zu sein mit der Magie und der Kraft des Lebens.“ Joebaby.

Die meisten Menschen verbringen ihr Leben an der Oberfläche, und wagen es nur selten, tiefer zugehen… Es war unumgänglich, in dieser Ausgabe vom Meer und seiner Bedeutung zu schreiben. Tiefer einzutauchen und herauszufinden, was unter der Oberfläche geschieht, ist die perfekte Metapher für alles, worum es im Leben geht. Ob man stundenlang im Wasser auf die richtige Welle wartet, oder einfach schwimmt, schnorchelt oder taucht – im Wasser finden wir eine tiefere Verbindung zu uns selbst und spüren gleichzeitig Mutter Natur hautnah. Und genau deswegen kommen wir auch immer wieder zurück, um immer wieder diese kraftvollen Momente zu erleben.
Was zieht uns zum Meer ? Wonach suchen wir, wenn wir das Ufer verlassen, und uns auf den unendlichen Horizont zubewegen ? Der Wassermann Joebaby, der sein Leben zwischen den Bahamas und Hawaii verbringt, verkörpert genau diese Fragen. Er ist einer von denen, denen die Oberfläche nicht genug ist. Wenn du ihn triffst, und tief in seinen Geist und sein Herz eintauchst, dann kann es schon einmal vorkommen, dass deine tiefsten Gefühle von „Sehnsucht“ und „Zugehörigkeit“ berührt werden.

„Als Kind hatte ich ständig Alpträume vom Meer. Ich fiel ins Wasser, versank, und seltsame Fische tauchten neben mir auf und leckten sich die Lefzen. Und genau in dem Moment, wo sie mich auffressen wollten, sank ich tiefer… Das Meer ist für viele ein furchteinflössender Ort, ein wenig wie das Unterbewusstsein, ein tiefer, dunkler Spot, wo sich all die Monster und alles, was wir unterdrücken, tummeln. Alles dort unten ist sehr lebendig, und wartet nur auf uns. Heutzutage liebe ich es, die Luft anzuhalten und einfach hinabzutauchen !“

Während wir Joebaby über seine früheres Verhältnis zum Meer und seine heutige Verbundenheit sprechen hören, fragen wir uns, wie solch eine Veränderung stattfinden konnte.

„Ich fürchtete mich vor der Tiefe und der Kraft des Ozeans. Bis ich mit wilden Delfinen schwamm. Ich verliebte mich in sie, und um mit ihnen zu sein, musste ich mich weit vom Ufer entfernen. Es war, als würdest du mit jemandem aus einem gefährlichen Stadtviertel ausgehen: Du wagst dich nachts durch die dunklen Strassen, weil dich die Liebe ruft. Das ist auch das, was ein Surfer tut, wenn er seiner Leidenschaft folgt. Mein Gott, ich erinnere mich an das erste Mal, wo ich draussen vor Big Island schwamm, da war niemand anderes in der Nähe, keine Delfine in der Bucht. Aber ich hatte den weiten Weg nach Hawaii auf mich genommen, und dachte: Jetzt warte ich nicht noch einen Tag… Ich begann, zu schwimmen, und als ich eine halbe Meile vom Strand entfernt war, sah ich etwas Grosses unter mir, und dachte: Hai. Ich blieb präsent, atmete und sah, wie dieses riesige Ding aus der Tiefe immer näher und näher kam – bis es sich als Delfin entpuppte ! Zehn Jahre später wurde ich tatsächlich von einem Hai gebissen, 28 Stiche – und so verrückt, wie es sich anhört – es verringerte meine Angst. Was geschah, war, dass ich mit der Zeit meine Angst überwunden hatte und mich ins Meer verliebte.“

Alle Surfer und Meerliebhaber wissen, was es bedeutet, mit der eigenen Angst konfrontiert zu sein. Die Verwandlung beginnt, wenn wir uns von Furcht zu Vertrauen bewegen. Dann wächst etwas in uns, das uns den Mut gibt, unsere Augen weiter zu öffnen und den gegenwärtigen Moment zu umarmen.

„Um sich durch die Angst zu arbeiten, muss man absolut präsent sein, eine Verbindung herstellen zwischen dem, was wir fürchten, und dem, was Wirklichkeit ist, Atemzug für Atemzug. Wir verbringen unsere ersten neun Monate damit, im Fruchtwasser zu schwimmen, demnach haben wir alle schon eine Urvertrauen zum Wasser. Wir tragen natürlich auch die angeborene Angst, gefressen zu werden, in uns, aber das ist eine Angst aus der Vergangenheit. Indem man sich seiner Angst stellt, der echten oder der eingebildeten, wächst unsere Verbindung zum Meer. Anfang dieser Woche war ich mit einer Walmutter und ihrem Jungen im Wasser. Das zwei Tonnen schwere Baby kam auf mich zu, um zu spielen, wedelte mit seinen massigen Brustflossen und seinem Schwanz wie ein riesiger Hund. Mit dem dreissigfachen meines Gewichts kam es so schnell und so nah heran, dass ich Angst bekam. In dem Moment konnte ich nur tief einatmen und mich entspannen. Das Baby entspannte sich ebenfalls, und so konnte ich ein wenig Zeit mit den beiden verbringen. Mit ihnen zusammen im Meer zu sein, mich treiben zu lassen, gab mir ein unglaubliches Gefühl von Ausdehnung und Zugehörigkeit… Nach einer Weile gab es kein „ich“ mehr, sondern nur noch das Meer, das sich durch unsere Augen selbst anschaute.


Der Ozean ist in vieler Hinsicht ein magischer Ort…
Die Verkörperung der göttlichen Weiblichkeit, die grosse, unendliche, unergründliche Leere, aus der alles entsprang. Im dunklen, feuchten Unbekannten begannen sich die ersten Zellen zu formen. Alles kommt aus dem dunklen Nichts. Der Geist fürchtet sich, doch in Wahrheit ist es der kraftvollste Ort, den es gibt. Vor 20 Jahren verliebte ich mich ins Meer, wurde ein Freitaucher, und entdeckte, dass der Geist still wird, wenn man einen tiefen Atemzug nimmt und in die Tiefe taucht. Es ist ein tiefes Gefühl von Frieden, man fühlt sich eins mit allem. Ein solch lebendiger Zustand, dass es völlig ekstatisch ist.“

Während Joebaby spricht, lange Pausen zwischen den Worten macht, spüre ich die stille Intensität solcher Momente. Alles wird still. Ein Gefühl der Tiefe, als ob wir uns plötzlich selbst unter der Wasseroberfläche befinden würden.

„Das Meer ist ein kraftvoller, lebendiger Ausdruck des Lebens. Zeit in ihm zu verbringen, bedeutet, sich ihm hinzugeben, eins zu werden, zu spüren, wie es sich in uns bewegt. Es löst unser Festhalten, erinnert uns daran, dass alles gut ist und alles seinem eigenen Fluss folgt. Probleme lösen sich in Nichts auf, und das Herz öffnet sich in die Weite seiner Umarmung. Mit der Zeit werden wir Teil seiner Rhythmen und Schwingungen. Mein Sohn Mark wuchs als kleiner Gehilfe meiner Delfin-Trips auf. Heute ist er Snowboardlehrer in Aspen. Vor ein paar Wochen waren wir zusammen in den Bergen unterwegs, und ich konnte das Meer ihn ihm sehen, in der Art, wie er den Berg hinunter gleitet. So wie Kabir, ein indischer Weiser des 15. Jahrhunderts sagte: Der Tropfen lebt im Meer, und das Meer existiert im Tropfen. Wir sind alle an sich gehende, sprechende Beutel voller Salzwasser, wir gehören mehr zum Ozean, als unser Geist es je wahrhaben will.“

Warum es besser ist, diese Erkenntnis zu leben, als sie nur zu verstehen…

„Wir hatten alle ein vollständiges Bewusstsein, bevor wir geboren wurden, und werden es wiedererlangen, wenn wir sterben. Wir sind spirituelle Wesen, die auf einem menschlichen Abenteuer unterwegs sind… Im Grunde sind wir alle eins ; und wir geben ein klitzekleines Stück unseres Wesens in eine Lebenszeit, einen Körper, und dieses kleine Stück sagt „Wer bin ich ? Was geht da vor sich ?„. Doch selbst wenn unser Geist zweifelt, die Gesamtheit unseres Wesens findet die Show echt Klasse. Im Leben geht es darum, Freude zu haben – auch wenn mein Geist sich über das kalte Wasser, über schlechte Wellen oder harten Schnee beschwert. Während der Geist nörgelt, geniessen meine Lungen die frische Luft, und meine Augen trinken die Schönheit der Landschaft.
Das Buch Gott is Delicious handelt genau davon, wie die Natur mir den Spass-Faktor zeigt, die meine Existenz durch meinen Körper und meine Sinne erfährt.
Das Leben ist eine Einladung dazu, sich zu verlieben, die menschliche Reise mit Freude und Leidenschaft zu leben. Wir werden beständig durch die Schönheit von Schnee, Wind, Wasser und Wellen betört. Ich liebe das Meer, manchmal mit einer Intensität, die ich selbst nicht verstehe. Es öffnet mir weiterhin die Augen und das Herz, und oft zittert mein Körper vor Vorfreude, wenn ich ins Wasser gleite. Ich denke, die Tiefe dieser Liebe findet sich in allen von uns, und durch unsere Leidenschaft finden wir sie in allem.“

Keri Gonzato / 7sky

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