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Nizza… die Tage danach…

Dienstag, 19. Juli 2016 04.00 …

Seit vergangenem Donnerstag habe ich Schwierigkeiten, zu schlafen. Worte zu finden, die ungeschickt ihren Weg aus meinem Kopf bahnen. Keines meiner Familienmitglieder, niemand meiner Nahestehenden kam unter die Räder des Lastwagens des Todes, niemand meiner Bekannten wurde meines Wissens direkt von der Tragödie des 14. Juli in Nizza betroffen. Ich habe es überprüft. Noch unter Schock, durch seine Dimensionen, hat dieses Gemetzel des Gräuels Schwierigkeiten, sich einen Platz in der Wirklichkeit zu machen. Besser in der Tat, lassen wir es da, wo es hingehört, in der unmanifestierten Welt der Alpträume. Ich denke an den kleinen Jungen, der das Massaker erlebte, und seinen Großvater sagte: „Opa sag, es ist ein Traum, gelle, sag, es ist ein Traum …“. Ich bin wie dieser kleine Junge, irgendwie betäubt, lehne ab, was geschehen ist… Ich habe nichts gesehen, bin selber nicht gerannt, ich habe nichts gehört … Bin ich am Leben? Ja natürlich! Wir müssen weiterhin leben und vor allem lieben, die Augen weit geöffnet, in vollem Bewusstsein, in vollem Licht, und auch wenn es nur als Hommage für all diejenigen ist, denen das Glück an jenem Abend weniger hold war….

 

Die Strandpromenade konnte ich bisher nicht mehr begehen. Ich sah die Bilder in Schleife auf dem Internet. Die Kommentare, Traurigkeit, Reaktionen von einigen und den anderen. Ich teilte mit Fremden diese Emotionen, die uns große Schwierigkeiten bei der Benennung geben. Diese Verstörung, diese Verwirrung, diese Niedergeschlagenheit. Tränen, danach Wut. KO im Stehen. Die Gedanken und Gebete für diejenigen, die gegangen sind, mit Sternen in den Augen, geblendet! Haben sie den Lastwagen nicht anfahren gehört? Es war Feststimmung, der 14. Juli, man ging mit der Familie aus. Ich denke an Amy, dieses junge 12-jährige Mädchen, für die es das erste Mal ohne ihre Eltern war. Amy ist mit dem Feuerwerk verschwunden… Ich denke an ihre Eltern. Ich suche nach Worten der Bekräftigung, des Trostes. Ich kann sie nicht finden, ich bin sprachlos.

Ich las schöne Texte, berührende Gedichte, bewunderte Zeichungen, die dem folgten, was geschah … Nizza getroffen, in seiner Identität berührt, diese Strandpromenade die uns so sehr am Herzen liegt, verunreinigt. Es gibt Spuren von Blut. Unter den Herzen, den Texten, Blumen und Kerzen für alle Beteiligten. Wir sehen, wie noch frisches, feucht braunes Blut, den Boden markiert … Wir können das dämonische Lastwagenrennen des psychisch Kranken nachverfolgen, der eine unschuldige, sorglose Menschenmenge angegriffen hat. Der Zick-Zack fuhr, damit er auch ja jede Frau, jedes Kind, jeden Mann erwischte. Kinderwagen, Fahrräder, zerstreute Körper auf der Promenade…. 84 Märtyrer!

Die Wut auf stumm geschaltet vermindert die Urteilsfähigkeit, lässt das Denken verwässern, wärmt die Geister auf. Sie verbreitet sich übers Netz, manchmal legitim, oft muffig. Sie sucht einen Sündenbock. Lesen Sie den wunderbaren Text meines Kollegen Stephen Robison in einem Aufruf zur Nüchternheit. Ein Text voller Bescheidenheit. Auch ein Text voller Trauer und zurückgehaltener Wut, doch einer, der alles aussagt.

Es ist am früh heute Morgen, der nationale Trauertag ist vorüber. Nizza schweigt, ich gehe aus dem Haus, aus meinem Schweigen heraus, und ich bete für die Seelen die noch über die Bucht der Engel schweben. Ich weiss, dass sie aufgeregt sind, weil nein, ich kann nicht glauben, dass sie uns aus ihrem eigenem Willen verlassen haben… ich kann nicht glauben, dass 6 Mitglieder der gleichen Familie sich entschieden haben, eine der ihren zurückzulassen, eine, die das Grauen überlebt hat und dabei ihren Ehemann, Sohn, ihre Eltern und Schwiegereltern von einem geistesgestörten Irren niedergemäht bekam… Weil man muss verrückt und krank sein, um eine solche Gräueltat zu begehen.

Ich werde also in dieser klaren Dämmerung spazieren gehen und bei jedem Schritt das schöne, von Coco geschriebene Gebet aufsagen, dieses Ho’oponopono, das Nizza gewidmet ist. Gehen, atmen, verzeihen. Für alle diejenigen, die in diesem Azurhimmel über der Promenade der ‘Anglais’ schweben, die jeden morgen wieder neu geboren wird.

Valérie Penven supports

The strength of Ho'oponopono - Healing technique

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